No Change – No Chance
Theaterprojekt für Jugendliche
Das Projekt startete im Dezember 2007 an der Uhlandschule mit vier interaktiven Aufführungen des Theaterstücks "No Change - No Chance." Das Stück handelt von Jugendlichen, die ihr erstes Geld verdienen und damit unkontrolliert umgehen. In unterbrechenden Workshops wird jeweils erarbeitet, warum viele Jugendliche von Geldsorgen geplagt werden und wie man Schulden vermeiden kann.
Die Teilnehmer/innen beschäftigten sich bei dieser Gelegenheit mit dem Thema „Verschuldung und deren Folgen, unter anderem in der "Arbeitswelt". Zudem wurde den Teilnehmer/innen die britische Methode „Theatre-In-Education“ nähergebracht.
Dabei wurde die gewünschte Anzahl von Jugendlichen erreicht. Anfangs fanden sich über 40 Schülerinnen, die den Theaterkurs besuchen wollten. Wir mussten diese Zahl etwas reduzieren, um einigermaßen sinnvoll arbeiten zu können.
Inhalte des Kurses waren:
- Stückentwicklung
- Rollenentwicklung und Rollenarbeit
- Dramaturgie
- Marketing (Verkauf des Stückes, Organisation der Aufführung, Plakatentwurf,...)
- Finanzen (Einkauf von Requisiten und Bühnenausstattung)
- Umsetzung der Methode „Theatre-In-Education“. Dahinter verbirgt sich die Methode, eine negativ endende Situation in mehreren Schlußvorstellungen zum Guten abzuwenden.
- Schminke und Maske
Zusammenfassung
Die Proben verliefen insgesamt sehr gut, wenn auch nicht verschwiegen werden darf, dass erheblich viel Zeit für pädagogische Arbeit aufgewendet werden musste, um den Arbeitsprozess am Laufen zu halten.
Die Aufteilung in zwei Gruppen (1. Gruppe: Technik und Backstage, 2. Gruppe: Schauspiel) erwies sich als sinnvoll. Die Backstagearbeiter und „Manager“ mussten erfahren, dass sich eine Theaterproduktion nicht von alleine auf die Bühne bringt und es wurde etwas hektisch, als 1,5 Wochen vor der Aufführung noch keine Plakate aushingen und noch nicht alles organisiert war. Diese Erkenntnis aber hält bei ihnen längerfristig für weitere Projekte an.
Auch die Schauspieler/innen kamen in mehreren Situationen an Motivationsgrenzen. Den Ehrgeiz zu entdecken und das Erkennen, das Theater nicht nur Spiel und Spaß sondern harte Arbeit bedeutet, war für sie sehr wertvoll.
Das Projekt endete mit einer selbst inszenierten Aufführung. Es war uns wichtig, Grundimpulse zu geben und nicht allzu viel vorzugeben. Die Jugendlichen haben das Stück selbstständig entwickelt. Es wurden bereits weitere Kontakte wie beispielsweise zum örtlichen Gymnasium geknüpft, um das Stück weiterhin – auch ohne uns – vorführen zu können.
Der Aspekt, aus einer Idee ein Produkt zu schaffen, dieses zu vermarkten und in die Praxis umzusetzen, ist unserer Meinung nach, voll aufgegangen.





