Zusammenfassung Müttertreff mit Kinderbetreuung
(2. Phase)
- Vermittlung von mehreren Firmenpraktika: Arztpraxis, Kinderarztpraxis, Friseursalon, 2 Malerbetriebe, Altenheim
- 1 Schülerin ist angemeldet für die einjährige Hauswirtschaftsschule bzw. BVJ
- 1 Schülerin wird nach der Werkrealschule auf das WG überwechseln
- Mit 3 Schülerinnen sind wir in der intensiven Bewerbungsphase, d.h. wöchentlich werden Bewerbungen verfasst, korrigiert und abgeschickt, bisher leider ohne positive Ergebnisse.
Projekterfahrungen
Schüler:
Die Teilnehmer nehmen alle von uns angebotenen Termine regelmäßig und pünktlich wahr und sind eifrig an der Arbeit. Unterstützung bei Bewerbungen wird gerne angenommen, neue Perspektiven bei der Berufsfindung konnten vermittelt werden. Allerdings tritt eine zunehmende Frustration ein, da es immer deutlicher wird, dass der Ausbildungsmarkt kaum Plätze für schwache Schüler bietet. Trotz intensiver Bewerbungen haben die Schüler bisher nur Absagen erhalten. Die Unterrichtssituation im BVJ (Berufsvorbereitungsjahr) ist leider sehr schlecht (unmotivierte, störende Schüler und teils resignierte Lehrer), so dass es immer schwieriger wird, die Schülerinnen zu motivieren. Die Schülerinnen erhalten dadurch leider wenig Unterstützung für ihre Eingliederung ins Berufsleben.
Im schulergänzenden Unterricht unseres Projektes herrscht zwischen Schülern und Lehrerkräften bzw. sozialpädagogischen Betreuern ein offenes und freundschaftliches Verhältnis, alle Schüler bemühen sich um einen höflichen und freundlichen Umgangston.
Eltern:
Alle Gespräche mit den Eltern verliefen bisher sehr positiv. Die Eltern waren aufgeschlossen für Ratschläge und Hinweise und bekundeten immer wieder ihre
Dankbarkeit für die Unterstützung.
Es zeigte sich, dass es für viele Eltern, besonders wenn Sprachschwierigkeiten bestehen, äußerst schwierig ist, die verschiedenen Möglichkeiten der schulischen oder beruflichen Weiterbildung zu überblicken und somit die notwendigen Entscheidungen zu treffen und konsequent zu verfolgen.
Schulen, Firmen:
Zumeist kooperativ und freundlich, soweit es um Praktikumsplätze geht, allerdings meist ohne Perspektive auf einen Ausbildungsplatz. Kleinere Betriebe können sich schwache Auszubildende nicht leisten, große Betriebe haben die Auswahl unter Realschülern und Abiturienten, die zunehmend alle Ausbildungsberufe besetzen, so dass für unsere mittelmäßigen Schulabgänger kaum Chancen bestehen.
Durch die derzeitige Situation auf dem Ausbildungsmarkt gibt es zu wenige Fördermöglichkeiten für lernschwache, aber willige Hauptschulabsolventen. Wenig Unterstützung durch die Arbeitsagentur, die sich nur auf allgemeines Beratungsverhalten beschränkte, ohne konsequente, individuelle Handlungsschritte anzubieten. Nach den Beratungsgesprächen waren die meisten Schülerinnen völlig verunsichert und demotiviert und mussten von uns erst wieder aufgebaut werden.



