Aktivierung und Integration von benachteiligten Menschen im Quartier
Fünf Jahre Förderprogramm
"Lokales Kapital für soziale Zwecke"
in Kornwestheim
Seit fünf Jahren gibt es das Förderprogramm „Lokales Kapital für
soziale Zwecke“ in der Weststadt Kornwestheims. Die Generalziele des
Programms waren, neben der Aktivierung und Integration von Menschen in
schwierigen Lebenslagen, die Verbesserungen der Chancen auf dem
Arbeitsmarkt. In den 54 Mikroprojekten, die seit 2003 ins Leben gerufen
wurden, konnten insgesamt über 800 Menschen als Aktive gewonnen werden.
Dazu kommen 1000de von Menschen, die jährlich bei den Stadtteilfesten
teilgenommen haben. Die Projekte zielten vor allem auf Jugendliche und
junge Erwachsene unter 25, Schüler/innen an der Schwelle von der Schule
zum Beruf, Kleinunternehmer/innen und Existenzgründer, aber auch
arbeitslose Migranten/-innen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Besonders
betroffen waren hiervon die Jugendlichen, die in ihrem unmittelbaren
sozialen Umfeld (erhöhte Arbeitslosigkeit, geringerer Bildungs- und
Sozialstandard) isoliert sind. Die Folgen waren eine gewachsene
Gewaltbereitschaft sowie eine geringe Identifikation mit dem Stadtteil.
Die Projekte wollten auch gezielt Frauen so genannter Randgruppen,
arbeitslos und allein erziehend und ausländische Mitbürgerinnen
ansprechen. Die Defizite in der deutschen Sprache und die damit
verbundene mangelnde Schulbildung benachteiligen die ausländischen
Bewohner/innen zusätzlich auf dem Arbeitsmarkt. Ebenso sollten Frauen
zwischen 45 und 65 Jahren sowie Mütter mit Kindern im Alter von 1-3
Jahren einbezogen werden.
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